Klassenspiel der Klasse 8 

Die Zauberflöte von W.A. Mozart  (bearbeitet von Iris Michel)

 

aufgeführt am 5. und 6. Februar 2010 in der Karl-Schubert-Schule

 

Schauspiel ist eine großartige Herausforderung für Schüler und Schülerinnen um das 14. Lebensjahr herum. In meinen ersten beiden Klassendurchgängen erlebte ich es jeweils als einen Höhepunkt im Leben der Jugendlichen, ein „richtiges“ Stück aufzuführen. Damals waren es „Wilhelm Tell“ und „Johanna von Orleans“ von Friedrich Schiller.

 

Bei den jetzigen Achtklässlern fiel mir im vergangenen Schuljahr ihre Begeisterung für die Musik an „Der Zauberflöte“ auf.  Als ich diese als Klassenaufführung im Juli 09 der Klasse 6B der Freien Waldorfschule Uhlandshöhe sah, ließ mich der Wunsch nicht mehr los, dieses Stück mit meinen Schülern aufzuführen.

Da wir mit elf Schülern nicht alle Rollen besetzen konnten und auch musikalisch Unterstützung brauchten, fragte ich bei der Klassenlehrerin Frau Grünewald und der Musiklehrerin Frau Pfab der jetzigen 7B nach, ob wir nicht gemeinsam eine Aufführung planen könnten. Lehrer, Schüler und Eltern waren von der Idee begeistert.

Am 25.11. trafen wir uns zum ersten Mal gemeinsam in der Uhlandshöhe.

Es war übrigens das erste Mal nach ca. 70 Jahren, dass Karl-Schubert–Schüler wieder in ihre Mutterschule zurückkamen.

 

Zwischen beiden Klassen war gleich ein herzlicher Kontakt entstanden. Die Siebtklässler staunten nicht schlecht, als wir ihnen unsere ersten Szenen vorspielten. Sie hatten wohl andere Vorstellungen von den Fähigkeiten der Karl-Schubert-Schüler.

Es war beeindruckend, wie es ihnen gelang, sich da einzubringen, wo wir Hilfe brauchten und sich dabei selbst ganz zurückzunehmen. Sie begleiteten unsere Solisten auf der Bühne mit zarten Chorstimmen oder spielten, wo es nötig war, mit ihnen gemeinsam. Für die Achtklässler war es eine bereichernde Begegnung.

In ihren Rollen wuchsen die Schüler über sich hinaus und zeigten Fähigkeiten, die uns bis dahin noch verborgen waren.

So war es für die am Spiel Beteiligten ein großes Staunen, was sich auf dem Weg der Proben bis zur Aufführung alles entwickelte. Für alle war es reiche Zeit mit vielen schönen Begegnungen, neuen Erfahrungen und Verwandlungen.

 

Wie recht hat doch der sinnenfreudige Papageno mit seinen Worten:

"Wer viel wagt, gewinnt auch viel."

 

Ein herzlicher Dank an alle Helfer, wie auch an die Viert- und Fünftklässler für ihr Mitspielen als Sklaven und als kleine Papagenokinder.

 

Von der Aufführung gibt es eine Foto CD und eine DVD.

Sabine Brües

 

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